Was die Cloud uns gekostet hat
Der Cloud-Boom hat Geschäftsmodelle ermöglicht, die ohne ihn unmöglich wären. Ohne AWS gäbe es Netflix nicht in dieser Form. Ohne Google Cloud gäbe es kein Spotify. Klare Sache.
Was er aber gekostet hat: Operative Souveränität. Datensouveränität. Vorhersehbarkeit der Betriebskosten. Die typische Kostenkurve eines Cloud-Workloads sieht aus wie ein freundliches Gespräch mit der Buchhaltung in Q1, eine ernste Diskussion in Q2 und eine schmerzhafte Eskalation in Q3.
Warum eigene Server 2025 wieder Sinn machen
Drei Gründe:
- Vorhersehbare Kosten. Ein Server bei uns kostet pro Monat einen festen Betrag. Keine Traffic-Spitzen, die plötzlich vierstellig werden.
- Datenstandort Deutschland. Für viele Branchen (Gesundheit, öffentlicher Sektor, regulierter Mittelstand) nicht nur Wunsch, sondern Pflicht.
- Performance, die hält. Eine VM mit definierten CPUs schlägt eine "Burst-Instance" jeden Tag bei vergleichbarer Auslastung.
Wir betreiben eigene Server: Hosting & Server aus Deutschland — DSGVO-konform, mit eigenem Betriebsteam, mit Notfall-Hotline.
Wann Cloud trotzdem die richtige Wahl ist
Drei Szenarien, in denen wir aktiv zur Cloud raten:
- Stark schwankende Lasten. Black Friday Shops, saisonale Spitzen, Event-Plattformen. Hier zahlt man für Skalierbarkeit ihren Preis — gerne.
- Globale Reichweite. Wer in 20 Ländern Webseiten ausliefern muss, kommt um CDNs (und damit Cloud-Logik) nicht herum.
- Spezialisierte Services. KI-Inference, Machine-Learning-Pipelines, Big-Data-Analytics — manche Dinge will man nicht selbst betreiben.
Unsere Hosting-Stacks
Wir betreiben WordPress-Installationen, Shopify-Headless-Frontends, Custom-Apps und PostgreSQL-Datenbanken in eigenen Rechenzentren. Mit Backup-Strategien, Monitoring, 24/7-Bereitschaft. Mit dokumentierten Update-Prozessen und realen Personen, die im Notfall ans Telefon gehen.
Die Alternative — also bei einem internationalen Anbieter mit Self-Service-Konsole — ist im Tagesgeschäft günstiger. Im Notfall um Faktor 10 teurer.